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Veränderung |
Datum/Zeit |
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10,08 € |
+0,56 € |
+5,56 % |
17.04/17:35 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| DE0006305006 |
630500 |
- € |
- € |
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DEUTZ halten 08.09.2009
Bankhaus Lampe
Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Gordon Schönell, Analyst vom Bankhaus Lampe, stuft die Aktie von DEUTZ (ISIN DE0006305006 / WKN 630500) von "verkaufen" auf "halten" herauf.
Die Gesellschaft prognostiziere für das laufende Geschäftsjahr einen Absatz von 125.000 Motoren (-50% zum Vorjahr). Zum Halbjahr seien 60.500 Motoren abgesetzt worden (-59%). Die Umsätze seien mit -47% weniger rückläufig gewesen, da vor allem der Absatz kleinerer Motoren für die Baumaschinenbranche zurückgegangen sei. Damit habe sich der durchschnittliche Umsatz pro Motor deutlich erhöht. Nach der Prognose von DEUTZ sollten im zweiten Halbjahr etwas mehr Motoren abgesetzt werden als im ersten.
Die Analysten vom Bankhaus Lampe gehen davon aus, dass es insbesondere bei den kleineren Motoren wieder eine leichtere Belebung geben wird und damit der Umsatz pro Motor im zweiten Halbjahr wieder sinken wird. Bei diesem Szenario würden sie zu einem Umsatz von 887,5 Mio. Euro in 2009 (-40,6%) gelangen. Die eingeleiteten Kostensenkungsmaßnahmen würden im zweiten Halbjahr für ein deutlich besseres operatives Ergebnis sorgen, wenngleich sie immer noch mit leichten Verlusten rechnen würden.
DEUTZ selbst gehe davon aus, dass die Kunden im laufenden Geschäftsjahr etwa 15.000 Motoren vom Lager aus verbauen würden, der eigentliche Bedarf an DEUTZ-Motoren also bei etwa 140.000 liegen werde. Da die Analysten vom Bankhaus Lampe eine leichte Erholung im Markt erwarten, denken sie, dass in 2010 etwa 150.000 Motoren abgesetzt werden können. Bei weiter rückläufigen durchschnittlichen Umsätzen pro Motor würden sie so zu einem Gesamtumsatz in 2010 von 975 Mio. Euro (+9,9%) gelangen.
Durch einen weiteren Personalabbau sowie der vollen Wirksamkeit der in 2009 eingeleiteten Personalmaßnahmen erwarte man zusätzliche Kosteneinsparungen von etwa 50 Mio. Euro. Damit sollte das operative Ergebnis wieder deutlich positiv sein. Man kalkuliere für die Zukunft mit höheren Zinsbelastungen aus dem US-Private Placement. Mit den Investoren seien Verhandlungen zu einer Neugestaltung aufgenommen worden. Das zu zahlende Zinsniveau sollte sich erhöhen.
Im Conference Call zu den Q2-Zahlen habe der neue Finanzvorstand Dr. Margarete Haase eine EBIT-Rendite in guten Zeiten von 10% prognostiziert. Diese sehen die Analysten vom Bankhaus Lampe aufgrund des Geschäftsmodells sowie der starken Zyklik jedoch nicht.
Die Analysten vom Bankhaus Lampe haben ihre Zahlen entsprechend der neuen Informationen überarbeitet. Im Peer-Group-Vergleich unter Berücksichtigung der Geschäftsjahre 2010/11 erscheine die Aktie auf Basis der Multiples EV/Umsatz (BHLe: 0,6) sowie Kurs-Buchwert-Verhältnis (BHLe: 1,0 bzw. 0,9) niedrig bewertet. Trotz von ihnen prognostizierten steigenden Umsätzen und einer weiteren Entlastung der Kostenseite bewege sich die Marge im zugrunde gelegten Zeitraum aber auf einem niedrigen Niveau, sodass das KGV entsprechend hoch sei (BHLe: 50 bzw. 22). Im Rahmen ihres DCF-Modell würden die Analysten nur zu einem Wert von 3,40 Euro gelangen.
Im Mittel errechnen die Analysten vom Bankhaus Lampe so einen fairen Preis der Aktie von 3,50 Euro und stufen die DEUTZ-Aktie somit von "verkaufen" auf "halten" hoch. Das Kursziel werde von 3,00 Euro auf 3,50 Euro angehoben. (Analyse vom 08.09.2009) (08.09.2009/ac/a/d)
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